Strategy
Enorme technologische Fortschritte, Deregulierungsbestrebungen und freie Kapitalmärkte sind einige der Ursachen dafür, dass wir heute in einer Phase bisher nicht gekannter gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Veränderungsprozesse leben. Die daraus resultierenden Ungleichgewichte im Markt zum Vorteil des eigenen Unternehmens zu nutzen, die neuen Realitäten der eigenen Industrie mitzugestalten – dies sind heute Kernaufgaben der Strategieentwicklung.
Strategie wird so zum Synonym für die Fähigkeit, die Chancen im nicht Vorhersehbaren zu nutzen und den „anderen“ Weg zu gehen – mit dem Ziel, den Wettbewerb und die Industrieentwicklung zu beschleunigen und so etablierte Marktstrukturen und Spielregeln aufzubrechen. Gleichzeitig bedeutet Strategie aber auch die Zuordnung von Ressourcen und den Anstoß unternehmerischer Entwicklungsprozesse. Insofern können Strategien nicht laufend neu definiert werden. Einmaligkeit und eine tabulose Vorwegnahme der Zukunft sind deshalb die zentralen Eigenschaften einer nachhaltig erfolgreichen Strategie.
Entwicklungskompetenz statt Wissenskompetenz.
Erfolgsfaktoren werden vielschichtiger und volatiler, die Halbwertzeit von Alleinstellungen und Vorsprüngen kürzer. Vor diesem Hintergrund sind klassische, konditionsgetriebene Strategie- Lösungen nicht mehr zielführend. Vielmehr geht es heute darum, auf Basis eindeutiger Ambitionen und klar definierter Differenzierungspotenziale den strategischen Rahmen in Form von Zielsetzungen aber auch von erfolgskritischen Kernkompetenzen und Schlüsselprozessen für morgen zu definieren. Dabei gilt es, klare Langfristanforderungen an die Organisation zu setzen, gleichzeitig durch Stärkung des “Unternehmertums“ auf allen Ebenen aber auch jene operative Flexibilität zu schaffen, um kurzfristige Änderungen der Randbedingungen effizient und trotzdem strategiekonform beantworten zu können.
Partnerschaftsmanagement statt Assetmanagement.
Die Marktbedingungen von heute lassen autarken Systemen immer weniger Überlebensspielraum. Nicht einmal die kapitalstärksten Unternehmen können heute noch aus eigener Kraft in allen kritischen Funktionen „Best in Class“ bleiben. Die Folge: Wachstumsoptionen und Entwicklungsperspektiven müssen mehr und mehr über Firmengrenzen hinweg gesehen werden. Partnerschaften bekommen steigenden Stellenwert. Als Grundlage für strategisch erfolgreiche Entscheidungen ist deshalb das angestrebte Geschäftsmodell frühzeitig dem eigenen Kompetenzprofil gegenüberzustellen. Nur so lässt sich festlegen, wo internes Wachstum sinnvoll und wo externes Wachstum vorzuziehen ist.
